Ostereier verzieren - Handarbeitstechniken mit langer Tradition
Aufwendige Verzierungen von Künstlerhand
Das Verzieren von Ostereiern hat eine lange Tradition. Die verschiedene Techniken reichen vom einfachen bemalen von Kinderhand bis hin zu filigranen Handarbeiten von echten Künstlern. Es gibt regional unterschiedliche Motive, die sich über Jahrzehnte etabliert haben und heute als Markenzeichen einer bestimmten Stilrichtung gelten.
Ostereier mit Blattmustern verzieren
Für diese Reserviertechnik benötigen Sie einige weiße, saubere Eier auf die mit etwas Feuchtigkeit kleine frische Blätter geklebt werden. Glatte und filigrane Blätter ergeben die schönsten Ergebnisse, da sie sich leicht an die Eierschale anschmiegen und reizvolle Abdrücke hinterlassen.
Das Ei mit den noch locker aufliegenden Blättern wird mit einer feuchten und elastischen Mullbinde so fest wie möglich umwickelt. Die Pflanzenteile sollen dabei so fest auf die Eierschale gepresst werden, dass beim späteren Kochen und Färben kein Wasser darunter dringen kann. Nach dem Kochen im Färbebad wird die Umwicklung entfernt. Die Blätter können mit den Fingern abgelöst werden. Sie hinterlassen ihre filigrane Formen auf dem gefärbten Osterei.
Die Wachsreserviertechnik
Erhitztes Wachs wird mit einem Federkiel oder einem Stecknadelkopf in verschiedene Mustern auf die Eierschale gestrichen. Um das Wachs zu Erhitzen, empfiehlt es sich einen gebogenen Esslöffel mit dem Stil in ein Glas mit Sand zu stecken. Eine Kerzenflamme unter dem Löffel bringt das Wachs darin auf Temperatur. Das punkt- oder strichförmig aufgestrichene Wachs bildet später die Stellen, an denen die Schale keine Farbe annimmt. Wenn das Wachs im gewünschten Muster aufgebracht wurde, erfolgt das Färben in einem kalten Farbbad. Nach dem Färben wird das Wachs entfernt und das Muster erscheint auf dem Osterei.
